Ein Dar­lehen bei einer Wohn­baugenossen­schaft ist eine der sel­te­nen Möglichkeiten, um sein Ver­mö­gen zumin­dest etwas zu ver­mehren. Anders als bei einem Bank-Sparkonto zahlt man keine lästi­gen Bear­beitungs­ge­bühren. Und: Gewisse Dar­lehen sind sogar verzinst. Immer mehr Leute nutzen diese Möglichkeit.

In der Genossen­schaft­skasse ver­mehrt sich das Geld noch

1 bis 2 Prozent Zins – wo gibt es das noch in Zeiten der Neg­a­tivzin­sen? Die meis­ten Wohn­bau-Genossen­schaften bieten verzin­ste Dar­lehen an. Gebühren­frei. Oft auch für Anleger, die nicht in der Genossen­schaftssied­lung leben. «Wir zäh­len zurzeit über 11‘000 Genossen­schafter, bei rund 2000 Woh­nun­gen», sagt zum Beispiel Bruno Koch, Geschäft­sleiter der All­ge­meinen Baugenossen­schaft Luzern gegenüber dem SRF-Kon­sumenten­magazin «Espresso».

Überfüllte Depositenkasse

Weil der Run zu gross wurde, haben einzelne Genossen­schaften diese Türe unter­dessen aber schon wieder geschlossen. Voraus­set­zung für einen Ein­lage in die soge­nan­nte Depositenkasse ist es, dass man auch in der Sied­lung wohnt. Beispiel: Die grösste Schweizer Baugenossen­schaft, die All­ge­meine Baugenossen­schaft Zürich. Zu viele Nicht-Bewohner, zu hohe Ein­la­gen wur­den dort zum Prob­lem: «Wir haben die Sit­u­a­tion analysiert und sind zum Schluss gekom­men, dass dies nicht mehr mit unseren Zie­len übere­in­stimmt. Wir sind schliesslich keine Bank», erk­lärt Geschäfts­führer Hans Rupp. Ober­stes Ziel sei es, in den eige­nen Woh­nungs­bau zu investieren und gün­stige Mietkon­di­tio­nen anzu­bi­eten.

Die Vorteile eines Genossenschaftsdarlehens:

  • Fes­ter Zin­ser­trag
  • Meist keine Kon­to­ge­bühren
  • Immo­bilien sind eine ziem­lich sichere Gel­dan­lage
  • Die Genossen­schaften investieren in der Regel langfristig und vor­sichtig

Die Nachteile:

  • Kein Anlegerschutz und keine Staats­garantie wie bei einem Bankkonto
  • Die Rück­zugsmöglichkeiten des Guthabens sind eingeschränkt
  • Ein Depositenkonto ist für den Zahlungsverkehr nicht geeignet

Quelle: Kassen­sturz

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